Patienten raten Patienten

Hier finden Sie Tipps und Erfahrungen von anderen Patienten und Angehörigen, die Ihnen etwas mit auf den Weg geben wollen:

Falls auch Sie eine Anregung haben, die Sie hier veröffentlichen wollen, schreiben Sie uns unter:
apetermann-meyer@ukaachen.de

Wir veröffentlichen Ihre "Wegbegleiter" in der Reihenfolge ihres Eintreffens :


Juli 2014:

Ich bin 25 Jahre und habe Mitte Februar sehr plötzlich die Diagnose Morbus Hodgkin erhalten. Natürlich ist auch für mich zu erst eine Welt zusammen gebrochen! Ich bin 25, möchte leben, noch so viel erleben, vieles sehen, eine Familie gründen usw! In den ersten zwei Wochen bin ich stationär im Klinikum aufgenommen worden. Es wurde eine Probe des Tumors durch den Hals entnommen und nachdem sich die Diagnose nochmals bestätigt hat stand ich vor der Frage: Eierstockgewebe entnehmen und einfrieren lassen oder nicht? Die Chemo greift eben vieles an...  Natürlich möchte auch ich einmal Mama werden, also habe ich mich dazu entschieden. Was allerdings wieder eine Op bedeutete. Nach diesen beiden Op's und weiteren Untersuchungen wurde dann mit der Chemo begonnen. Auch davor hatte ich natürlich Angst! Man kennt so viele "Horrorgeschichten" was Krebs und Chemo angeht. Natürlich hatte ich auch einige Nebenwirkungen, aber allgemein hab ich die Chemos gut verkraftet. Es ist ein schönes Gefühl, diesen Teil schonmal geschaft zu haben :) Nun steht ein PET-CT an und danach noch die Bestrahlung. Aber auch das schaffe ich! Meine Familie, meine Freunde und meine Tiere helfen mir jeden Tag alles zu meistern!

Was ich eigentlich sagen will:

1) ich fühle mich im Klinikum bei den Ärzten und bei den ganz tollen Schwestern der ECCA super aufgehoben. Es ist eine schöne Atmosphäre, obwohl der Anlass natürlich nicht so toll ist! Dickes Lob!

2) natürlich hat man Angst in dieser Zeit (viele Untersuchungen, wie geht es weiter, man verliert die Haare)  aber man sollte immer Positiv denken, das hilft :) Kleine Ziele/Highlights setzen und sich drüber freuen :) Ich bin leidenschaftliche Reiterin und bin mehr als froh, das ich endlich wieder mit meinem Pony durch den Wald reiten darf :) (ein Ziel das ich mir gesetzt hatte)

3) Freunde und Familie, ein guter Halt, sind immer ganz wichtig!! (ich DANKE meiner Familie, meinem Freund und meinen Freunden von Herzen)

 

Immer Positiv denken! Schaka!

Ines Lehmann








Februar 2013:


Nach der Veranstalung „Leben mit Krebs“ am 5.2. erreichte uns folgende Zuschrift:

 

Stichwort Lyrik-Therapie: Die aus Aachen stammende
http://www.felizitas-leitner.de/dr-felizitas-leitner
veröffentlichte eine schöne Zusammenstellung als Buch:

http://www.amazon.de/Die-Venus-streikt-Gesund-Poesie/dp/3891261497/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1360098315&sr=8-1
(auch auf "Rezension" clicken)

mit eMail-Weitergabe und Verwendung im Web oder im Rahmen der Vortragsreihe bin ich einverstanden.

Beste Grüße

Peter Sczygiol


Check-up, männl., 47 J:     (2008, meine Vorsorgeuntersuchung beim Arzt)   

Aus heiterem Himmel,
mitten am Tage:- die Angst.
Verdruß,
Not, Zweifel und-
die alte Frage:
„Was ist nach dem Tod?“

In heiterem Himmel,
mitten im Leben:
Genuß.
Ruhe, Muße,
schwelgen, schweben und
die alte Sage:
„Einfach froh, gesund zu sein.“


Erlösung         (2009, Bauchspeicheldrüsenkrebs eines Freundes)
   
Der Tod –
er löset
uns
von aller Pein
und aller Freuden,
allem Sein.


Den ich Dir wünsche                

Ich wünsch dir Einen,               
der sich mit dir beim Tanze dreht,           
dich wiegt, dich führt,
sein Herz verliert und deines hebt.



Honigmelonen

Verliebte nehmen´s leicht,
das heißt durchaus: nicht seicht,
Verliebte sind nicht blind.
Verliebte sind ganz eins,
und sehn die Welt,
die heute aus den Fugen geht
melonensüß.


Trauri(n)g, aber wahr   

Diese große Leere in mir
Diese Weite, ohne Grund
Dieser Sumpf aus Nichts
Und Du

sagst: „Wir haben es doch gut.“
--
Peter Sczygiol

Dipl.-Ing. E-Technik, Technischer Redakteur
Augustastraße 78 A
52070 Aachen

Januar 2012:
C.B.:
Die meiste Zeit unseres restlichen Lebens muss man Rudern um zu überleben! Manchmal sollte man aber auch du Ruder hoch nehmen und sich einfach treiben lassen. Das wichtigste ist aber, egal was man macht, sich immer umzuschauen. Und dies nicht etwa weil Gefahr lauert, sondern weil man sonst die schönen Dinge im Leben übersieht!

Dafür stehle dir die Zeit, atme tief und genieße es in vollen Zügen. Sei der Kapitän deiner Seele und der Meister deines Schicksales!
Schlimm ist nicht der frühe Tod, sondern nie gelebt zu haben.
Suche dir Ärzte deines Vertrauens, stelle sie als Säulen und baue dein Haus drauf! (Egal ob Ebbe oder Flut, du bist immer oben.)
Jede Geschichte hat zwei Seiten, somit auch der Krebs. Durch meine Erkrankung habe ich so tolle Menschen kennen gelernt, die heute um keinen Preis mehr missen möchte. Es muss einem bewusst werden, dass wir täglich Dinge erleben, die wir ohne diese Erkrankung nicht erleben würden. Ich errinnere mich an ein Erlebnis, welches ich in Bayern hatte. Ich saß mit meiner Freundin Moni im Gras und schaute vom Berg ins Tal hinunter. Es war ein herrlicher Ausblick. Plötzlich weinte sie und sagte, dass ihr meine Erkrankung so leid tun würde. Ich schaute ihr in die Augen und antwortete: "Ohne diese Erkrankung würden wir hier jetzt nicht sitzen". Ich kann auch noch einen drauf setzten, dass wir ohne den Krebs wahrscheinlich nicht so dicke Freunde geworden wären, weil man doch unbewusst eher aneinander vorbei lebt. Wir haben auch danach viele, schöne Dinge zusammen erlebt und werden auch noch jede Menge tolle Erlebnisse haben. (Sie war einer der besten Alpin-Skifahrerin in Deutschland und möchte mit mir in Januar Skifahren gehen - das ist doch schon cool!)

Auch mich selbst habe ich neu kennen gelernt. Ich hätte nie erfahren, was in mir steckt, müsste ich den Kampf nicht führen – die Jeanne d´Arc der Krebskranken…


Juni
2012:
C.B.:

Manchmal begegnen Dir Menschen und Du spürst sofort, dass diese aus einem bestimmten Grund in Dein Leben getreten sind. Sie erfüllen einen Zweck. Lehren Dich eine Lektion des Lebens oder helfen Dir dabei herauszufinden, wer Du eigentlich bist und wer Du sein möchtest.

 

Und manchmal geschehen Dir Dinge, die Dir erst schrecklich, schmerzhaft und unfair vorkommen, aber wenn Du darüber nachdenkst, erkennst Du, dass Du ohne die Bewältigung dieser Hindernisse, auch wenn diese zuerst unüberwindbar erscheinen, niemals in Dir ein riesen Potential, eine wahnsinnige Stärke, Willenskraft und unendliche Liebe verwirklichst hättest.


 

aktuell

Kosmetikseminare

Nächste Termine für das aktuelle Kosmetikseminar der DKMS life: 13.09. und 06.12.2017

Veranstaltungsort : Uniklinik Aachen, Etage 8, Flur 24, Konferenzraum
Zeit: 15 - 17 Uhr

Anmeldungen bei Sr. Petra oder Frau Bardohl unter:
0241/80 35565 oder 0241/80 80701

Brückenschlag

Phasenübergreifende Unterstützung für Familien mit minderjährigen Kindern, in denen ein Elternteil an Krebs erkrankt ist.....
Weitere Infos unter www.brueckenschlag-aachen.de